50 Jahre Versöhnungskirche

Unsere Versöhnungskirche wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Nachdem in den 50er und 60er Jahren die Siedlung auf dem Goldberg gewachsen ist, wurde 1967 die Versöhnungskirche gebaut. Damit fanden die Bewohner des Goldbergs, die es aus ganz unterschiedlichen Regionen hierher verschlagen hatte, auch eine geistliche Heimat.

Nach vielen Diskussionen im Kirchengemeinderat bekam die Kirche den vom ersten Goldberg-Pfarrer Albrecht Herrmann vorgeschlagenen Namen „Versöhnungskirche“. In der Grundsteinurkunde wird dazu an die verheerende Schlacht des Bauernkriegs 1525 auf dem Goldberg erinnert. Dann heißt es: „Eine Kirche an diesem Ort mahnt uns heute, zur Zeit des Krieges in Vietnam und des immer noch bedrohten Friedens in Europa: „Gott, der sich mit sich selbst versöhnt hat durch Christus, hat uns das Amt gegeben das die Versöhnung predigt.“ (2. Kor. 5,18)“ Versöhnung, der Name unserer Kirche ist nach wie vor ein hoch aktuelles Thema angesichts der vielen Krisen unserer Zeit. Lassen wir uns einladen und herausfordern durch die Versöhnung, die uns durch Christus geschenkt ist?

Die Versöhnungskirche sollte und soll ein offenes Haus sein. Ganz praktisch wurde das darin deutlich, dass die katholische Kirchengemeinde die ersten 5 Jahre in ihr zu Gast war, bis 1972 St. Maria auf dem Goldberg gebaut wurde. Die gute ökumenische Gemeinschaft ist bis heute geblieben. Nachdem sich in den letzten Jahrzehnten sehr viele nicht-christliche Bewohner auf den Goldberg gezogen sind, wurde auch das Gespräch zwischen den Religionen zu einem wichtigen Anliegen. Der Christlich-Islamische Dialog wurde von Pfarrer Reinhardt Seibert mit initiiert und ist nach wie vor lebendig. Auch die Stadtteilarbeit hat hier früh begonnen.

50 Jahre Versöhnungskirche, das ist Grund zum Feiern. Herzlich laden wir sie ein, vom 7. bis zum 13. Juli mit uns zu feiern. Als Motto steht über unserem Jubiläum: „Versöhnung! – aber wie?“  

Pfr. Hermann; OB Gruber; Landesbischof Aichele

Blick vom Wasserturm 1967

Festprogramm 50 Jahre Versöhnungskirche:

Freitag, 7. Juli 19 Uhr: Kirchenkabarett:

„Im freien Fall nach oben“ mit Pfarrer Scheytt-Stövhase Fall nach oben"

"Lachen macht gesund!" Pfarrer Scheytt-Stövhase weiß um die Heilkraft des Humors und entwirft sein eigenes Gesundheitsprogramm. Warum Geld ausgeben für teure Medikamente und Therapien, wenn es einfacher geht. Der Kabarettbesucher erfährt skurrile Geschichten aus dem Gemeindealltag und bekommt Einblick in das ganz "Private" eines Pfarrers. Ob es um den verzweifelten Kampf gegen die Bürokratie oder die Freuden und Leiden bei Geburtstagsbesuchen geht, wer zuletzt lacht, lacht am besten.

Eintritt: Abendkasse: € 12.-  Vorverkauf € 10.-
(Vorverkauf unter Tel: 07031/811281 oder im Pfarrbüro)

Bild Dietmar Scheytt-Stövhase

Sonntag, 9. Juli: Ökumenisches Jubiläumsfest

Sonntag, 9. Juli: Ökumenisches Jubiläumsfest in und um die Versöhnungskirche

10.00 Uhr: Ökumenischer Festgottesdienst und Kindergottesdienst „Versöhnung! – aber wie?“
Predigt: Dekan B. Liebendörfer, Liturgen: Remppis, Wedl, Rathfelder

11.00 Uhr: Grußworte

ab 11.30 Uhr: Mittagessen, ab 14.00 Uhr: Kaffee und Kuchen

ab 11.30 Uhr. Kinderprogramm

11.30-13.30 Uhr msv-bigband unter Leitung von Jörg Gebhard (Biennale)

13.30: Tanz des Kindergartens Schneidemühlerweg
14.00 Uhr: Konzert der Goldberg-Singers der Kita-Goldberg

ab 15.00 Uhr bolivianische Musik mit A. Macchicado

16.00 Uhr: Bauchtanz

17.00 Uhr: Fest-Abschluss

Donnerstag, 13. Juli 19 Uhr: Themenabend

Donnerstag, 13. Juli 19 Uhr: Themenabend

„Versöhnung – weltweit! Beispiele religiöser Friedens- und Versöhnungsarbeit“ mit Dr. Markus Weingardt

Wie geht Versöhnung und Friedenstiften in der „großen Politik“? Geht das überhaupt? Und können die Religionen dazu etwas beitragen? Oder wäre die Welt nicht viel friedlicher ohne Religionen, wo doch täglich von Mord und Totschlag im Namen eines Gottes berichtet wird.

Andererseits erheben alle großen Religionen den Anspruch, Frieden stiften zu wollen. Gandhi, Martin Luther King und viele andere religiöse Akteure haben auf Gewalt verzichtet oder aktiv Konflikte beigelegt. Nicht nur in sozialen Auseinandersetzungen, sondern auch in Kriegen und Bürgerkriegen.

Welche Rolle spielen Religionen in Gewaltkonflikten? Und welche in Friedensprozessen? Welche Beispiele gibt es? Und was lässt sich daraus lernen – in Deutschland und international?

Bild: Dr. Markus Weingardt

Samstag, 7. Oktober 19 Uhr: Jubiläums-Konzert mit den Hanke-Brüdern