Kirchenraum der Versöhnungskirche

Der Kirchenraum der Versöhnungskirche wurde von Architekt Heinz Rall als festlicher, heller Raum gestaltet. Prägend ist die schräge Holzdecke, die Kombination von Beton und Holz verleiht dem Raum einen klaren, aber zugleich auch warmen und freundlichen Charakter. Bewusst wurde der quadratische Altar in den Kirchenraum vorverlegt, so dass sich die Gemeinde um den Altartisch versammeln kann. Vor allem am Morgen wird die Kirche durch die Fensterwand an der Ostseite und die Fensterstreifen im Dach in helles Licht getaucht.

 

 

Der Wandteppich in unserer Versöhnungskirche

Ein Schmuckstück der besonderen Art ist der Wandbehang, der im Altarraum der Versöhnungskirche hängt. Der ca. 9 qm große Wandbehang, der aus 35 Einzelbildern mit Textilapplikationen aus dem alten und neuen Testament besteht, wurde Anfang der 70er Jahre von Sieglinde Wilk geschaffen.

Im Jahre 1970, als ihre Tochter in der Versöhnungskirche konfirmiert und ihr Mann Mitglied der Gemeinde wurde, entstand im Gespräch mit Pfarrer Hermann die Idee, einen künstlerischen Wandschmuck an der grauen Betonwand zu erstellen, wo heute die Orgel steht. Gemeindemitglieder hatten zuvor über die leere graue Betonwand geklagt.

Frau Sieglinde Wilk hat daraufhin den Wandbehang bestehend aus 35 Einzelbildern aus dem Alten Testament (blaue Bilder) und dem Neuen Testament (rote Bilder) mittels Textilapplikationen geschaffen. Es hat dann doch insgesamt zwei Jahre von der Konzeption bis zur endgültigen Fertigstellung gedauert.

Die Gesamtkonzeption wurde zur damaligen Zeit vom Kirchengemeinderat und Pfarrer Hermann kritisch angesehen. Nach einer Expertise eines Stuttgarter Kunstkritikers gab es dann grünes Licht. Der Kunstkritiker war positiv überrascht. „Eine solche Kombination von Szenen aus dem Alten und Neuen Testament mit einem Kreuz im Gesicht des Gekreuzigten ist ihm aus der Kunstgeschichte her nicht bekannt.“ Am 21. März 1973 wurde der Wandbehang an die Wand angebracht, erhielt dann nach dem Aufbau der Rensch-Orgel 1991 seinen jetzigen Platz.